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Trusted Reviews
'Moving on to the 24-bit/192kHz recordings of Mozart’s Piano Concertos No.12, 13 & 14 by Gottlieb Wallisch, the timbre of the piano sounded just sublime. The notes kept their definition and shimmer, even when the strings entered with gusto behind.'
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Fanfare
‘Here is a different take on Mozart by a quartet often playing wittily as well as exquisitely, and by a talented pianist.’
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Pizzicato
5 Stars
'Gottlieb Wallisch und das Piatti Quartett prasentieren sehr Uberzeugende Interpretationen der Klavierkonzerte 12, 13 und 14, wobei insbesondere Wallisch sich als ein ebenso nuancierter wie virtuoser Pianist entpuppt der den jugend Uchen Drive aber auch das bereits vorhandene Genie Mozarts sehr deutlich horbar macht.’
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MusicWeb International
‘skillfully played’
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AllMusic
'These are Mozart's authentic arrangements and of special interest to collectors...'
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SA-CD.net
5 Stars
’Another fine disc…’
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Gramophone
‘Wallish’s no-nonesense directness has its virtues.’
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MusicWeb International
‘Gottlieb Wallisch’s elegant piano playing and the subtle and refined touch given to the accompaniment by the Piatti Quartet…’
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Piano News
4½ Stars
'Der Reichtum aber an Farben und Ausdriicken, den die Musiker hier zu erreichen vermogen, besticht in jeder Hinsicht.'
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International Record Review
'There is much fine playing here...'
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Musical Pointers
'These are satisfying accounts which we have enjoyed.'
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Discothek
4 Stars
'Der großartige österreichische Pianist und das Piatti Quartet widmen sich Mozarts Klavierkonzerten (Nr. 12, 13, 14) in der Kammerversion. Erfrischend gut, mit Leidenschaft und Hingabe gespielt.'
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Gottlieb Wallisch - Piatti Quartet - Mozart: Piano Concertos 12, 13 & 14 - Klassik


11 March 2013
Klassik
Daniel Krause
4 Stars

Interpretation: 4 stars
Klangqualität: 5 stars
Booklet: 4 stars

Genie der Mikrofone
Gutes Mozartspiel, bestens aufgenommen.

Gottlieb Wallisch, Klavier, und Piatti Quartet haben die Klavierkonzerte A-Dur KV 414 C-Dur KV 415 und Es-Dur KV 449 inm, Mozarts eigener Bearbeitung für Streichquartett mit Klavier eingespielt. Dies ist beileibe nicht die einzige Darstellung dieser Werke, aber eine der klanglich gelungensten. Philip Hobbs, Toningenieur, ist der heimliche Star dieser Platte.

Piatti Quartet ist außerhalb Englands beinahe unbekannt. Es steht am Anfang seiner diskographischen Karriere. Mit Mozart und Wallisch ist ein guter Einstand gelungen. Die Gangart ist quirlig, beinahe nervös. Stilwidrige Übertreibungen werden vermieden. Geschickt platziert man sich zwischen Skylla und Charybdis, gleichförmigem Legato und überspitzter Pointierung.

Dass Vibrato Sünde ist, wissen gerade auch englische Musiker. Trotzdem gelingen Momente der Innerlichkeit. Kantilenen werden plastisch ausgeformt, Spitzentöne mit Wonne attackiert, aber mit Sinn für die Linie.

Am Vorrang des Solisten lässt man keinen Zweifel. Die Streicher begleiten sensibel. Der Steinway scheint gedämpft, ohne an Brillanz und dynamischer Unterscheidungskraft einzubüßen. Wallischs Anschlag ist kernig ohne Schroffheit, das Non-Legato lässt er perlen und Läufe fließen ungehindert aus dem Handgelenk. Triller sind beredt, aber präzise, Verzierungen pikant. Injungen Jahren ans Genfer Konservatorium berufen, hält Wallisch sein Klavierspiel frei von Professoralem. Sein Musizieren hat Gusto, aber Geschmack.

Wallisch selbst hat den Bookletessay verfasst. Oper und Klavierkonzert hebt er als ureigenste Ausdrucksformen Mozarts hervor. Dieses wird als ‚Instrumentaloper‘ mit abrupten Stimmungswechseln, beharrlichen Dur-Moll-Konflikten, Verschärfung derdynamischen Kontraste und verfeinertem Dialogisieren vorgestellt. Die Eigenheiten jedes der drei Werke werden mit knappen, treffenden Strichen skizziert. Wallisch weist auf die Themenvielfalt des A-Dur-Konzerts und dessen Bezüge zu Johann Christian Bach hin, auf die eigenwillige Gestalt des Finales im C-Dur-Konzert, den kontrapunktischen und harmonischen Reichtum des Es-Dur-Konzerts KV 449, das zu Mozarts Schaffen der Reifezeit überleitet.

Philip Hobbs besorgt für Linn Records die Aufnahmetechnik. Seine Leistung ist außerordentlich. Das Frequenzspektrum wird vollumfänglich abgebildet, jedes klangliche Ereignis luzide eingefangen - ohne dass Nebengeräusche störend in den Vordergrund rückten. Die Proportion der Stimmen ist mustergültig bemessen. Ortung und räumliche Integration halten einanderdie Waage. Mag die klangliche Gestalt dieser SACD eher synthetisch erscheinen, die ‚wirkliche' akustische Beschaffenheit von Potton Hall, Suffolk, im Verborgenen bleiben - es lässt sich verschmerzen, denn klarere, eingängigere Klänge sind selten zu Gehör gekommen.    


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