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Klassik
4 Stars
,,Die Intimitätder kleinen Besetzung und die dadurch möglich gewordene größere Durchsichtigkeit auch komplizierter polyphoner Passagen herauszuarbeiten, die als gelungen bezeichnet werden kann...Das Wunderhorn-Lied 'Das himmlische Leben' singt Sónia Grané mit einer sehr schlank geführten Stimme, die sich wunderbar inden Kammermusik-Klang des Ensembles einfügt.''
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Spiegel Online
‘Solistenensemble diesen Kosmos an Klang und Stimmungen mit Kammermusik-Mitteln erforscht, zeugt von Selbstbewusstsein. Bitte mehr Experimente dieser Art, Mr. Pinnock!’
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Hi-Fi News
'...the performances are just enjoyable in their own right.'
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Toronto Star
‘Here is a stunning example of less being infinitely more.’
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Audiophile Norway
'An incredibly great recording…I can hardly wait for the next.’
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International Record Review
‘The recording is warm and clear…I’ve certainly enjoyed it.’
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Pulsion Audio
‘Les musiciens sont de premier ordre: la Royal Academy of Music Soloists est dirigée par une main de maître et avec tout le savoir-faire de Trevor Pinnock. Un plaisir assuré!’
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The New Zealand Herald
4 Stars
'Drawing-room Mahler brings new sounds and insights.'
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MusicWeb International
‘Overall however this is a performance to treasure, crowned by a delightfully natural account of the soprano solo in the last movement by Sónia Grané.’
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Infodad
'Sensitively scaled arrangement brings forth elements of Mahler that are always there but that tend to disappear beneath the excellence of his orchestrations.'
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Classical CD Review
‘Performances here are superb as is the audio.’
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BBC Music Magazine
'Trevor Pinnock directs a disciplined and expressive performance...'
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The Guardian
4 Stars
'The introduction of the soprano soloist (Sónia Grané here) for the final movement becomes utterly natural, and creates all kinds of unexpected connections, not only with Mahler's own songs but with Schoenberg's works, too. A satisfying, thought-provoking disc.'
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The Herald Scotland
'Simply, this is one of the most beautiful and revealing discs I have heard in years. I am completely hooked.'
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The Herald Scotland
'... something remarkable and completely extraordinary...'
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Financial Times
4 Stars
'Both capture a simplicity of timbre and colouring that goes to the essence of the music...'
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Sinfini Music
4 Stars
'Don't dismiss this stripped-down version of Mahler's symphony, says Philip Clark. Trevor Pinnock and his players have uncovered a gem from the Viennese musical underworld.'
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Gramophone
'Under Pinnock, the Royal Academy of Music's Chamber Ensemble bring to the surface the lithe counterpoint that usually lumbers under thicker string textures, while soprano Sonia Grane succeeds admirably in illuminating the piece's inner folksong.'
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Dagogo.com
'The stripped-back orchestration of both pieces offer the listener a fresh perspective on these popular works.'
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BachTrack.com
‘Trevor Pinnock communicated energy, enthusiasm and natural phrasing to the RAM students. He brought a beauty to the Mahler.'
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Royal Academy of Music Soloists Ensemble & Trevor Pinnock - Mahler: Symphony No. 4 - High Res Mac


03 November 2016
High Res Mac
TOM SEMMLER

Schmeichelhaft, gefühlvoll und zart - der Auftakt allein ist schon vielversprechend. Wobei es gar nicht Mahlers Symphonie No. 4 ist, mit der Trevor Pinnock und das Royal Academy of Music Soloists Ensemble starten und deren Name auf dem Cover des Linn Albums prangt. Es sind die Prelude a l'apres-midi d'un faune von Claude Debussy, die als erstes ihre Klänge in den Raum tragen. Und dann kommt Mahler.

Und schon von den ersten Takten an ist klar: Mit Debussy wurde nicht zu viel versprochen. Die folgende knappe Stunde ist eine akustische Delikatesse. Trevor Pinnock wird seinem Ruf als Meister der Intonation klassischer Klänge mehr als gerecht, und zu seinem Glück hat er einen profunden Tonmeister an seiner Seite.

Schon der erste Satz bedächtig ist klanglich präzise und von harmonischer Opulenz. Die Musik fließt in den Raum, die Instrumente sind wunderbar zu lokalisieren und übersichtlich gestaffelt, betonte Instrumente heben sich korrekt verortet für ihren Moment sensibel hervor, um sich gleich danach wieder im gemeinsamen Spiel einzuordnen - ein weitere Thema:

Das Royal Academy of Music Soloists Ensemble versteht es, Pinnocks Leitung in harmonischen Klang zu überführen. Die Musiker reizen die Spielräume aus, ohne zu überreizen, und schaffen hierdurch ein sehr fein austariertes Klangbild, das die Stimmung, die in Mahlers sehr ruhiger Komposition angelegt ist, würdevoll und authentisch übersetzt. Helle Passagen sind nie schrill, dunkle nie breiig, dynamische nicht gestopft und luftige Passagen nicht entleert. Da mag man auch ein bisschen lauter hören - und ist beim vierten Satz plötzlich hellwach!

Denn den laut Mahler sehr behaglich zu spielenden Abschluss eröffnet ein Sopran, in diesem Fall Sónia Grané. Und weil die Einspielung so luftig und offen ist, so kammermusikalisch arrangiert, erschallt ihre Stimme in völliger Natürlichkeit und erhält eine Präsenz, die dem Orchester gleichwertig ist.

Wobei "kammermusiklisch arrangiert" noch zu erklären wäre: Es sind nicht die originalen Orchester-Partituren, nach denen Pinnock dirigiert, sondern Überarbeitungen von zwei Schülern Arnold Schönbergs, die für einen ganz bestimmten Zweck entstanden: Geheime Konzerte, die nie öffentlich angekündigt wurden, bei denen keine Programme auslagen, zu denen man nur per Einladung Zutritt erhielt, die Rezensenten aussperrten und bei denen Applaus verboten war.

Statt fanden sie nach dem ersten Weltkrieg in Wien, organisiert vom Verein für Musikalische Privataufführungen. Gegründet hatte diesen 1918 Schönberg gemeinsam mit Alban Berg um zeitgenössische Musik hören zu können, was der damaligen resitutionellen Strömung ordentlich zuwider lief. Neben Mahler und Debussy gab es auch Konzerte mit Werken von Reger, Strauß, Bartók, Ravel oder Stravinsky - insgesamt etwas über 100 Aufführungen, bevor der Verein 1922 wegen akuten Geldmangels sein Engagement einstellen musste.

Damit die Werke auch mit kleiner Besetzung gespielt werden konnten, wurden viele von Ihnen überarbeitet, teils zu Piano-Versionen, teils zu kammermusikalischen Arrangements. Dem Nachmittag eines Faun gab Schönberg-Schüler Benno Sachs ein schmaleres akustisches Kleid, Mahlers Symphonie Nr. 4 Schönberg-Schüler Erwin Stein, der auch den Verein von 1920 bis zu seiner Schließung leitete.

Zum Glück sind die Arrangements oder - wie im Falle Mahlers - zumindest die Notizen auf der ursprünglichen Partitur erhalten geblieben, so dass sich der Klanggenuss rekonstruieren ließ, so dass wir ihn auch heute noch erleben und in seiner Transparenz neue Details entdecken können.


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