Related Reviews
BBC Music Magazine
'Robin Ticciati and his orchestra bring out Ravel's colours with precision and vibrancy in a far from routine performance.'
more >>
BBC Radio 3 'Record Review'
'It glows with warmth and glitters with detail...[a] rather beautiful and imaginatively drawn programme.'
more >>
MusicWeb International
'This enchanting depiction from Ticciati is as beautiful as it is compelling...Ticciati presides over fresh and polished playing from his Berlin players...This is deliciously seductive singing from Kožená.'
more >>
Presto Classical
Editor's Choice: '...the balance and clarity [Ticciati] achieves throughout is something to marvel at...'
more >>
Musicalifeiten
'Kožená and the orchestra sing their way to the core of these songs.'
more >>
SWR2
CD of the Week: 'The Deutsches Symphonie-Orchester sparkles and glitters, twinkles and shines like a collection of precious stones.'
more >>
The Times
4 Stars
'The album’s finale is good too: it’s Duparc’s orchestral morsel Aux étoiles, evanescent but twinkling...'
more >>
RBB Kulturradio
CD der Woche: 'Auf die zarte Schönheit von "Daphnis et Chloé" lässt er kräftige Paukenschläge folgen - wenn das Album mit den "Valses nobles et sentimales" ein zweites großes Werk von Maurice Ravel präsentiert.'
more >>

Robin Ticciati & DSO - Ravel & Duparc: Aimer et mourir - BR Klassik


08 September 2018
BR Klassik
Fridemann Leipold

Der 35-jährige Robin Ticciati ist ein Sympathieträger für die Klassik – der charismatische Lockenkopf aus London schafft es spielend, Musiker und Publikum für sich zu gewinnen. Seit 2017 sorgt Ticciati als Chefdirigent beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin für frischen Wind. Nun haben die Musiker ihre zweite gemeinsame CD herausgebracht – wieder präsentiert Ticciati bekanntes und weniger bekanntes Repertoire aus Frankreich, und wieder ist die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kožená dabei.

DER CD-TIPP ZUM ANHÖREN
Robin Ticciati hat ein feines Ohr für den französischen Impressionismus: Ohne Pomp lässt er die gleißenden Orchesterfarben in Maurice Ravels Ballett "Daphnis et Chloé" funkeln. Um dann wieder feinste kammermusikalische Nuancen in diesem musikalischen Fresko herauszuarbeiten. Zärtlich wirbt die Flöte des Hirtengottes Pan um die Nymphe Syrinx.

MAGDALENA KOŽENÁ - DIE IDEALE BESETZUNG
Nicht nur in den verträumten Bläsersoli zeigen die Mitglieder des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, wie sensibel und motiviert sie Ticciatis Impulse aufgreifen. Der kombiniert hier Ravel mit dem süßen Gift der Décadence: mit morbiden Liebesliedern von Henri Duparc. Magdalena Kožená ist die ideale Interpretin für die exquisiten Klangschattierungen Duparcs. Manchmal gibt sich Duparc dem Wagner-Rausch hin, dem auch die Franzosen verfallen waren – in solchen ekstatischen Momenten blüht Magdalena Koženás Timbre leidenschaftlich auf. Ein Traum, diese Duparc-Lieder. Gänsehaut bekommt man auch bei Ravels "Valses nobles et sentimentales". Ticciati reizt die stilistische Bandbreite dieser Walzerfolge zwischen Schubert, Weber, Chopin und Johann Strauß elegant aus.

TICCIATI, EIN TÄNZER AM PULT
Ticciati ist ein Tänzer am Pult, lustvoll betont er die rhythmischen Pointen in Ravels raffinierter Walzer-Melange. Mal schmissig, mal graziös – immer animiert Ticciati seine Musiker zu klangsinnlichem Spiel. Den flüchtigen Charme mancher Walzer kehrt Ticciati ebenso heraus wie die melancholische Grundhaltung Ravels. Mit kühlem Sinn spitzt Ticciati bedrohliche Entwicklungen zu – und schon zeichnet sich in der Ferne die totale Walzer-Demontage in Ravels "La Valse" ab.

 


Bookmark and Share


Related Links

Deutsches Symphonie-Orchester BerlinDeutsches Symphonie-Orchester Berlin
Magdalena KozenaMagdalena Kozena
Robin TicciatiRobin Ticciati
Ravel & Duparc: Aimer et mourir – Danses et melodiesRavel & Duparc: Aimer et mourir – Danses et melodies