Related Reviews
The Consort
"...the beauty alone of many of the solo numbers would make it worth buying."
more >>
ClassiqueInfo Disque
'La qualité de l’orchestre, notamment est étonnante et...Les tempos sont toujours justes, les soli d’une justesse miraculeuse...'
more >>
Toccata-Alte Musik Aktuell
"...eröffnet ein Feuerwerk an Klangfarben..."
more >>
SoundStageExperience.com
"Great sound and great performance in one recording. That's rare."
more >>
ClassicalNet
...this account is full of expression and articulations of the divine...the choral singing is uniformly uplifting
more >>
Concerto Das Magazin fur Alte Musik
"Und emfehlen kann man diese Aufnahme uneingeschränkt: Die Arien sind ebenso ansprechend geraten wie die teils mit, teils ohne die Ripienostimmen gesungenen Chöre; das Instrumentalspiel ist vom Feinsten."
more >>
Early Music Review
"There have been many recordings...but in my opinion the Dunedin is the first to come anywhere near challenging it."
more >>
Audio Video Club of Atlanta
"This recording will provide abundant pleasure to Bach lovers..."
more >>
Early Music Review (Live)
"Every now and then there is a concert that just blows me away..."
more >>
Klassik.com
4½ Stars
"...Diese Einspielung sollte..."
more >>
The Guardian
4 Stars
"...this is a fascinating and hugely rewarding account..."
more >>
ClassicsTodayFrance.com
4½ Stars
"Fervente, parce que l'expression est très étudiée et travaillée."
more >>
Classic FM Magazine
4½ Stars
"The awe-inspiring intricacy of Bach's part-writing has been wonderfully magnified..."
more >>
BBC Music Magazine
5 Stars
No performance could better justify small-scale Bach than this convincing marriage of scholarship and inspiration.
more >>
Gramophone
Editor's Choice: "This performance demands to be heard."
more >>
Sunday Herald
"...this B minor Mass is special."
more >>
Audiophile Audition
5 Stars
"...there is much to recommend here, and no one purchasing will be disappointed."
more >>
Sunday Times
"[The] performance is powerful and beautifully shaped..."
more >>
North London News
"Sharp, pointed playing and singing in a recording that is a hallmark for authenticity in Bach performance."
more >>
The Times
4 Stars
"Surely no other recording of Bach's B Minor Mass bounces along with such joy as this..."
more >>
Sound and Music
"...una delle novità più interessanti della discografia bachiana degli ultimi anni."
more >>
Independent on Sunday
"Bach's B-minor Mass has many attractive features..."
more >>
Financial Times
"The result is clean..."
more >>
International Record Review
"...spine-tingling..."
more >>
McAlister Matheson
"This recording deserves a place in everyone's CD collection."
more >>
Philadelphia Enquirer
"...radiant vocal timbres and airtight blends."
more >>
Opus Musica
"Se obtiene una evidente claridad de texturas y se gana en ligereza y flexibilidad..."
more >>
BBC Online
"...lovers of this great work will find much to appreciate - and even discover anew."
more >>
ClassicsToday.com
4½ Stars
"...you can really lose yourself in this performance..."
more >>
The Observer
"A definitive recording."
more >>
Musical Pointers (Live)
"A very distinguished production..."
more >>
Rondo
4 Stars
"Interpretatorisch gibt es sehr viel Schönes in dieser Neueinspielung..."
more >>

Bach Mass in B Minor - Dunedin Consort - Musik an sich...


14 August 2010
Musik an sich...
Barock Geistliche Musik

Nach der Pioniertat von Andrew Parrott aus den 1980er Jahren ist dies die inzwischen vierte Produktion von J. S. Bachs monumentaler H-Moll-Messe, die in solistischer Besetzung eingespielt wurde. John Butt und Dunedin Consort & Players schließen sich den maßstabsetzenden Produktionen von Cantus Kölln (Konrad Junghänel, hm 2003) und La Petite Bande (Sigiswald Kuijken, Challenge 2009) an.

Bei der Besetzung folgt Butt den Vorschlägen Joshua Rifkins: Fünf Prinzipalstimmen werden gelegentlich durch fünf Ripienostimmen verstärkt, z. B. wenn Pauken und Trompeten mitspielen (z. B. Gloria) oder in den eher motettenhaften Sätzen (z. B. Quoniam), wo sie manchmal auch nur die späteren Stimmeinsätze verstärken (z. B. Kyrie II). Die ausdrucksvolleren Ensembles wie das Crucifixus interpretiert das Ensemble solistisch. Das alles wird im Beiheft anhand der Quellen diskutiert, führt im Ganzen aber dann auch nicht zu wesentlich anderen Entscheidungen bzw. klanglichen Ergebnissen, als in der ähnlich disponierten Junghänel-Einspielung.

So gesehen ist die konsequent einfache Besetzung in der Kuijken-Einspielung die radikalere Alternative. An die Stelle von Kuijkens kammermusikalischem Feinschliff, bei dem die „großen Chöre" wie kunstvolle geistliche Madrigale musiziert werden, so dass der Gesamteindruck himmlisch entrückt ist, tritt bei Butt und den Dunedins ein herzhafteres Musizieren. Die gilt vor allem für die reicher instrumentierten, konzertanten Sätze. Gleich die Gloria-Eröffnung trumpft mit schmetternden Trompeten und kernigen Paukenschlägen auf. Durch die Verdopplung im Tutti treten die Singstimmen bei sehr schnellen, kraftvollen Sätzen wie dem Cum Sancto Spiritu (Gloria) deutlicher in den Vordergrund. Auch sonst walten eine etwas höhere Binnenspannung durch stärkere Tempokontraste und mehr tänzerischen Schwung, wie man u. a. beim zügigeren Kyrie II, dem Domine deus (Gloria) oder Et in unum Dominum (Credo) hören kann. Sieht man einmal von dem merkwürdig stumpfen Continuo-Cembalo ab, könnte diese Produktion darum denjenigen Hörern zusagen, denen der Belgier zu kontemplativ oder asketisch ist oder für die die "groß" besetzte Gardiner-Einspielung von 1985 (DGG/Archiv) nach wie vor der Maßstab historisch informierten Musizierens ist.

Bei den Stimmen hat La Petite Bande freilich die Nase vorn: Nicht nur ist das Ensemble im Ganzen ausgesprochen homogen; die ansatzbedingt leichten Stimmen sind durchweg sehr klangschön und in den hohen Lagen leuchtend. Beim Dunedin Consort gibt es dafür individuellere Einzelstimmen wie den charaktervollen, bühnentauglichen Bass Matthew Brooks. Während sich der Tenor Thomas Hobbes durch noble Klarheit auszeichnet, fällt bei den beiden Sopranen ein knabenhaftes, kindliches Timbre auf - bei den Soli ist das sicherlich Geschmackssache (z. B. das etwas kehlige Laudamus te von Cecila Osmond). Margot Oitzinger Alt hingegen ist ein willkommener Ersatz für die in englischen Ensembles bevorzugten, aber oft wenig überzeugenden solistischen Countertenöre.

Also: Wer trotz solistischer Besetzung einen konzertanten Bach mit kräftigeren Akzenten bevorzugt, der ist mit dieser Einspielung gewiss gut bedient.


Bookmark and Share


Related Links

Dunedin ConsortDunedin Consort
J.S. Bach Mass in B Minor - Breitkopf & Härtel Edition, edited by J. Rifkin (2006)J.S. Bach Mass in B Minor - Breitkopf & Härtel Edition, edited by J. Rifkin (2006)