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Fanfare
'This is an essential addition to the Corelli discography. Urgently recommended.'
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Fanfare
'This is an essential addition to the Corelli discography. Urgently recommended.'
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BBC Music Magazine
4 Stars
'a subtle graciousness that seems to capture the essence of Corelli's polished style'
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American Record Guide
'I can recommend this release without reservation...'
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American Record Guide
'I can recommend this release without reservation'
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International Record Review
'The Avison Ensemble sets its unique seal on the performance'
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Early Music Review
Live review: 'Corelli at Christmas'
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Early Music Review
'This is still a beautiful disc and the excellent sleeve notes add to its allure.'
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SA-CD.net
5 Stars
'meltingly lyrical in the slow movements and full of life in the faster ones.'
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Gramophone
'...the sense of ensemble is faultless and, in the faster movements, breathtakingly impressive.'
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MusicWeb International
Recordings Of The Year 2012: 'The Avisons get the mix for this set of famous concerti absolutely right.'
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The Independent
5 Stars
Live Review: Corelli at Christmas, Avison Ensemble, Rebecca Bottone, Kings Place, London
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Classical CD Review
'Admirers of Baroque music will find much of interest...recorded with warm sound in a resonant acoustic excellent audio with performers in front.'
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The Strad
‘This first album in the Avison Ensemble’s project commemorating the 300th anniversary of Corelli’s death offers well-considered period-instrument accounts that are stylish, imaginative and technically assured.’
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Musique pour tous
'Great interpretation'
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The Irish Times
'...relaxed and purposefully pointed.'
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Audiophile Audition
'...highly refined and some have extremely virtuosic parts...'
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Music Web International
'...a strong claim to offer the lightest and airiest accounts that I’ve heard...'
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BBC Radio 3
'Delightfully amiable, effervescent performances of all twelve concertos recorded with an enjoyable level of warmth and detail.'
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Sunday Times
...suave, personable performances
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Codaex
Features in: 'Codaex interesting releases October 2012'
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The Independent
'immense suavity and elegance'
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The Avison Ensemble - Corelli: Opus 6 - Codaex


23 October 2012
Codaex
Nils-Christian Angel

Arcangelo Corelli (1653-1713) war zweifellos einer der „Top-Stars" im Italien der Barockzeit, und wenn er heute auch nur für einen relativ kleinen Teil seiner Werke berühmt ist: er ist es doch immer noch, und zwar in denkbar weiten Kreisen! So schön und eingängig seine Musik ist, so gewiss ist sein historischer Rang als ein Künstler, der die europäische Musikgeschichte entscheidend geprägt hat. Corelli, der ja nicht „nur" Komponist, sondern auch ein herausragender Violinist war, hinterließ seine Spuren in der Entwicklung der Violintechnik, die sogar die Geigenbaugeschichte messbar beeinflussten. Sein kompositorisches Vermächtnis aber wird man zuerst in Op. 6 zu suchen, den Concerti Grossi, mit denen Corelli Gattungsgeschichte geschrieben und eine - bis heute ganz zu Recht populäre - Summe seiner Kunst formuliert hat. Schon die biographischen Umstände sprechen dafür, diesen wohlbekannten zwölf Konzerten doch immer wieder neue Aufmerksamkeit zu widmen: Während ihre Entstehung bis in die frühen 1680er zurückreicht, setzte Corelli die Kraft seiner letzten Jahre in ihre Überarbeitung, die in ihrer posthumen Veröffentlichung im Jahre 1714 ihr Ziel fand. Nun hat das Avison Ensemble unter der Leitung des Violinisten Pavlo Beznosiuk dieses Testamtent, das zu den strahlendsten seiner Art gehört, als Ausgangspunkt für eine komplette Einspielung der Kammermusik Arcangelo Corellis gewählt, die bei dem audiophilen englischen Label Linn Records erscheint. Gelungen ist ihnen, das sei gleich verraten, ein begeisternder, fulminanter Aufbruch ins Corelli-Jahr 2013, in dem sich der Tod des Maestro zum 300. Mal jährt. 

Wie bereits vor zwei Jahren, als das Avison Ensemble mit den Concerti Grossi von Georg Friedrich Händel überzeugte (s. die Rezension von Sal Pichireddu), hebt sich auch diese Einspielung wohltuend von allen denkbaren Klischees ab, die man von Interpretationen auf Originalinstrumenten haben mag. In recht kleiner, aber nicht zu kleiner Besetzung entwickeln die durchweg exzellenten Musiker genau die richtige Dosis an Kraft, um eine pulsierende, strahlende Interpretation auf den Weg zu bringen, die absolut nichts an Präzision und Klarheit vermissen lässt. Zupackend und von großer Spielfreude beseelt kommt der hohe Gänsehautfaktor dieser Musik zum Tragen, aber nie zu Lasten jener Genauigkeit im Detail, mit der Beznosiuk und seine Mitstreiter den ebenso weiten wie perfekt ausbalancierten Einfallsreichtum Corellis herausarbeiten.

Das Booklet der hübsch aufgemachten Ausgabe bietet einen längeren, lesenswerten englischen Text von Simon D. Fleming über Werk und Komponist, in dem vielleicht noch ein paar Details zu den einzelnen Concerti gut aufgehoben gewesen wären. Darüber hinaus aber, und das ist mehr als eine schöne Nebensächlichkeit, werden alle Instrumente namentlich vorgestellt, die auf dieser Doppel-CD erklingen, und unter denen sich erstaunlich viele barocke Arbeiten unserer Zeit finden. Als Geigenbauer kann man sich kaum eine bessere Referenz wünschen, und so sei diese Veröffentlichung auch denjenigen Musikern ans Herz gelegt, die auf der Suche nach einem hervorragenden neuen Instrument alter Bauart sind.

Aber nicht nur deshalb bin ich versucht, diese CD zu einer Muss-Anschaffung für aktive Streicher zu erklären. Ihre enorme Frische wird jedem gut tun, der sich an der Interpretation der Concerti Grossi versucht - und das sind gerade in der Weihnachtszeit, zu deren „Hits" das Concerto Nr. 8 in g-Moll ‚fatto per la Notte die Natale‘ (zu Deutsch für die Weihnachtsnacht gemacht) gehört, ja traditionell nicht wenige. Die besondere CD, erschienen im September 2012.


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