Francesco Piemontesi, SCO & Andrew Manze - Mozart: Piano Concertos 25 & 26 - Hifi Records

Der junge Schweizer Francesco Piemontesi musizierte mit den Emersons und studierte bei Brendel, Perahia und Weissenberg. Spannend, dass auch er zwei bekannte Konzerte (Dvorak, Schumann) unter Belohlavek einspielte (Naive). Die Paarung mit dem Barockgeiger und Dirigenten Andrew Manze ist besonders spannend, und die Schotten sind seit Mackerras ohnehin mit der historischen Szene vertraut. Konzertmeister Thomas Fheodoroff, der auch im Concentus Musicus spielte, bildet eine weitere »authentische Informationsquelle«. 

Piemontesi hat einen durch CDs dokumentierten Mozart-Bezug und gefällt durch kristallklare Läufe, eigene Ornamente hier und da und eine erfrischende Jugendlichkeit, die beiden Konzerten gut ansteht. Bewundernswert sind seine Virtuosität und Schattierungsvielfalt auch bei schnellen Tempi. Piemontesi wählt Kadenzen von Badura und Gulda, und auch da zeigt sich, wie eigenständig dieser junge Pianist auf den Spuren der großen Pianisten wandelt (und wie unnachahmlich Gulda immer bleiben wird). Der Klang ist brillant, direkt und dynamisch, wobei mir der HD-Download (bis 192/24) noch geschmeidiger erschien. Mitreißend!

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