Peter Whelan - The Proud Bassoon - Crescendo

Macht Liebe blind?

Dieses Album macht es dem Rezensenten nicht Ieicht. Es enthält so überwältigend schöne Musik, dass man gar nicht anders kann, als sich auf den ersten Blick zu verlieben. Man möchte am liebsten gar nicht

kritisieren. Aber es hakt doch manches im Orchester, der Aufnahmesound hat viele Nebengeräusche und unter dem Aspekt kompositorischer Qualität ist das eine oder andere dabei, das man als ,,schnell gestrickt" identifrziert. Ja, auf dieser SACD stehen eher profane (aber eben sehr nett anzuhörende) Gelegenheitskompositionen neben großer Kunst aus der Feder Couperins, Faschs oder Telemanns. Solist

Peter Whelan ist ein Phänomen auf dem Barockfagott. Wie viel Farbe und Lyrismus er aus diesem schwierig beherrschbaren Instrument herausholt, nötigt einem tiefen Respekt ab. lm Vergleich zu seinem Ensemble Marsyas spielt er in einer ganz anderen Liga. Dieser Kontrast ist Ieider manchmal hörbar.     
11 April 2014