Related Reviews
NPR Music
NPR Music's Favorite Songs of 2015: 'Japanese percussionist Kuniko Kato savors the hypnotic groove in the Greek composer's uniquely intense aesthetic.'
more >>
Gramophone
'Kuniko's third album for Linn is a thrilling and atmospheric recording of pieces by Xenakis, and a fine test of speed and resolution.'
more >>
Audiophile Audition
4 Stars
'The profound musical intelligence of both Xenakis and kuniko come thru in this wild percussive work...'
more >>
Gramophone
'Kuniko passes this rite triumphantly. Her effortless, glitch-free technique and ability to manipulate mallets and sticks to seemingly coax melodies from non-melodic instruments are bound to humble aspiring and established percussionists alike.'
more >>
Gapplegate Classical-Modern Music Review
'Kuniko's performance is unparalleled, as is the work.'
more >>
Crescendo Magazine
'jeu éblouissant'
more >>
The Sunday Times
'These are meticulous and muscular performances, at once elemental and elegant. Brilliant.'
more >>
The Guardian
4 Stars
'Kuniko takes on the 1978 dance score Pléïades, and treats its effervescent textures to a loose, sensual swing.'
more >>
AllMusic
Editor's Choice: 'Highly recommended.'
more >>
PS Audio
'It's beautifully elastic-loopy, in every sense of the word-and it may make you smile.'
more >>
SA-CD.net
5 Stars
'Her thrilling performance of this remarkable piece [Pléïades] is astonishingly confident and absolutely hypnotic.'
more >>
ArtistXite
5 Stars
‘Japanese percussionist Kuniko transforms Iannis Xenakis’ challenging percussion music into a plastic, three-dimensional and hypnotic musical experience.’
more >>
Blouin Art Info
'...a totally fulfilling, all encompassing experience.'
more >>
NPR Music ‘Deceptive Cadence’
Songs We Love: 'A terrific all-Xenakis affair.'
more >>
All About Jazz
4½ Stars
'Kuniko's performances are celebratory.'
more >>
Image HiFi
,,Auch eine neue Aufnahme von Kuniko bei Linn setzt ein audiophiles Glanzlicht.''
more >>

KUNIKO - Xenakis: IX - BR Klassik ‚,Leporello‘‘


02 June 2015
BR Klassik ‚,Leporello‘‘

Der griechische Komponist Iannis Xenakis hat einige der wichtigsten Schlagzeug-Werke des 20. Jahrhunderts geschrieben. Zwei davon hat die japanische Perkussionistin Kuniko Kato, die sich einfach "Kuniko" nennt, jetzt für das schottische Label Linn Records eingespielt.

Wie klingt es, das Funkeln einiger hell leuchtender Sterne am Nachthimmel? "Pléïades" - so heißt eine Komposition von Iannis Xenakis - Plejaden, das ist eine Sternformation, ein Teil der Milchstraße. Iannis Xenakis hat einen Satz seines Werks für ein Instrument geschrieben, das er "Sixxen" genant hat. Er hat dieses spezielle Metall-Glockenspiel für seine "Pléïades" eigens erfunden. Es ist nicht in konventionellen Halb- oder Ganztonschritten gestimmt, sondern in kleineren, sogenannten Mikrotonalen-Abständen, Viertel- und Drittel-Tönen. "Sixxen" - Xen, die zweite Silbe steht für Xenakis. Six steht für die sechs Spieler, die hier spielen sollen. Eigentlich.

Mehr als Spektakel

Die japanische Perkussionistin Kuniko hat sich das wahnsinnig schwierige Stück allein vorgenommen. Sie hat alle sechs Parts nacheinander eingespielt, im Studio wurde dann alles zusammengefügt und auf dieser SACD klanglich perfekt konserviert. Man kann sich im Internet ein Video anschauen, wie sechs wie geklont wirkende Kunikos einen Satz aus den "Pléïades" spielen. Eine Kunst-Performance. Das Ganze ist aber viel mehr als Spektakel: Denn Kuniko hat ihre eigene Sprache, und von der wird hier jede der sechs Stimmen getragen. Kuniko ist eine Tänzerin an ihren Perkussionsinstrumenten - man spürt ihre Körperspannung zwischen den Tönen, man fühlt, wie sie im Raum nach den einzelnen Klängen greift. Jede Bewegung ist genau bemessen, und so arbeitet sie mit jedem Takt die Schönheit der Musik des großen Klang-Architekten Xenakis heraus. Egal ob an konventionellen Stabspielen, speziellen Metallinstrumenten oder an den Trommeln. Hier entstehen wunderbare akustische Skulpturen - als würden sich im Sternenhimmel dreidimensionale Figuren bilden. Die können sich zart umfließen oder: Die Muskeln spielen lassen. Xenakis habe die "Pléïades" als Musik für eine Tanz-Performance angelegt, diesen Aspekt betont Kuniko in ihren Booklet-Anmerkungen. Und dass sie das im Kopf hatte, das hört man ihrer Interpretation deutlich an.

Klarheit und Präzision

Kraftvolles Trommelfeuerwerk gibt's auch - aber eine Ebene großer Klarheit und Präzision verlässt Kuniko nie. Mit "Rebonds" präsentiert Kuniko auf dieser CD auch Xenakis größten Perkussions-Hit, ein Stück für einen Schlagzeug-Solisten. Im ersten Teil bilden sich langsam polyrhytmische Strukturen, das heißt, unterschiedliche rhythmische Figuren werden gegeneinander gestellt, was ein bisschen wie ein Stolpern im Takt klingt. Kuniko greift so geschickt die von Xenakis vorgegebene Phrasierung auf, dass die Musik zu pulsieren beginnt, atmet. Den vermeintlich so kalten Trommelklängen so viel Leben einzuhauchen, das ist große Kunst.


Bookmark and Share


Related Links

KUNIKOKUNIKO
Xenakis: IXXenakis: IX